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06.12.2006 Teilnahme an einer Verkehrssicherheitstagung in der Republik Polen

In der Republik Polen soll das Verkehrssicherheitsaudit eingeführt werden. In diesem Zusammenhang hatten Mitglieder des GRSA die Gelegenheit, aus ihren Erfahrungen im Rahmen von Fachvorträgen bei einer Fachtagung zur Erhöhung der Verkehrssicherheit in der Wojewodschaft Lebuskie zu berichten. 

Wir wünschen den polnischen Kollegen viel Erfolg bei den zukünftigen Audits!

 

30.07.2006 - Das Road Safety Audit -Reflektionen über die Kosten und Nutzen


Der Nutzen des Road Safety Audits ist für die entwickelten Länder wie z.B. Großbritannien, Dänemark, Australien und Deutschland bekannt. Im ersten Moment ergibt sich die Frage, ist dieses Instrument zur Erhöhung der Verkehrssicherheit auch für Entwicklungs- und Schwelleländer von Nutzen und finanziell sinnvoll? Denn schließlich ist für die Ausbildung von Auditoren und Einführung des Verkehrssicherheitsaudits ein finanzieller Aufwand nötig.

Seit auf dem Weltstraßenkongress in Kuala Lumpur 1999 die Einführung eines Verkehrssicherheitsaudits empfohlen wurde, ist dieses in mehr und mehr Ländern eingeführt.  Das Verkehrssicherheits-Auditverfahren hilft erfolgreich Planungsfehler zu vermeiden, die nach der Realisierung der Straßenbaumaßnahmen zu schweren Unfällen führen könnten.

Gegenwärtig bereitet das PIARC - Technische Komitee für Verkehrssicherheit das Verfahren eines Audits für bestehende Straßen  - Verkehrssicherheitsinspektion -  für die Analyse von Sicherheitsmängeln entlang vorhandener Straßen vor. 

Für beide Verfahren ist die Entwicklung von nationalen Richtlinien und die Aus- und Weiterbildung von Experten als intergrativer Bestandteil von nationalen Verkehrssicherheitsprogrammen erforderlich. Für die finanziellen Entscheidungen im Vorfeld brauchen die Straßenverwaltungen wenigstens eine grobe Einschätzung von Kosten und Nutzen.

Zu den ökonomische Folgen von Verkehrsunfällen: Aufgrund des Jahres 1997 veröffentlichten PIARC-Verkehrssicherheitshandbuch werden die Unfallkosten z.B. für asiatische Länder von 1% des Bruttosozialprodukts (BSP) angenommen. 
Andere Quellen (Weltbank usw.) schätzen, dass heute jährliche Unfallkosten etwa 2% des BSP betragen. Die jährlichen Unfallkosten z.B. nur für Latein- und Zentralamerika im Jahr 1997 betrugen so etwa 18,9 Milliarden US-Dollar! 

Der Einfluss der Straßengestaltung hat natürlich entscheidende Auswirkungen auf die Verbesserung der Verkehrssicherheit.

Verschiedene Experten schätzen, dass 30% der Unfälle in entwickelten Ländern von unsicheren Straßenbedingungen verursacht wird. 
Das System selbst ist sehr komplex und Fehler im vorhandenen Straßennetz können der Grund sein, dass Straßennutzer Gefahren nicht erkennen. Eine intelligente Straßengeometrie und Ausrüstung können diese Fehler (Stichwort: “Selbst erklärende Straßen” und “fehlerverzeihende Straßen”) vermeiden oder die Auswirkungen von Unfällen mindern. 
Die Erfahrung in den neuen Bundesländern nach der Wiedervereinigung Deutschlands zeigen, das die Anzahl von schweren Unfällen um mehr als 50% reduziert werden können. Dies konnte auch durch relativ kostengünstige Maßnahmen wie die Verbesserung der Fahrbahnoberflächen mit besserer Griffigkeit, die Ausrüstung mit Schutzplanken und die Beseitigung von Hindernissen
im seitlichen Starßenraum erreicht werden.

Deshalb schätzen wir das Potential von ingenieurtechnischen Verkehrssicherheitsmaßnahmen in den Entwicklungsländer mit 50% Reduktion von nationalen Unfallkosten pro Jahr ein!

Aus finanziellen Gründen ist es nicht realistisch, dieses Ziel in einer kurzen Zeit zu erreichen. 
Aber sogar mit geringen Geldbeträgen kann man Schritt für Schritt Unfälle vermeiden helfen sowie damit Gesundheit und Leben vieler Menschen erhalten. 

Das PIARC Sicherheitshandbuch zeigt auf, dass das Verhältnis der Investitionenmittel in sogenannte Low Cost - Maßnahmen zur der Senkung der durchschnittlichen jährlichen Unfallkosten bis zu 50% beträgt. Das bedeutet, dass die Baukosten durch die Reduktion der Unfallkosten innerhalb von 2 Jahren bezahlt sind!

Die Einführung der Verkehrssicherheitsaudits als Initialzündung und folgende Investitionen in die Verkehrssicherheit besitzen somit ein ausgezeichenetes Kosten/Nutzen – Verhältnis.
Der Nutzen einer Ausbildung von Auditoren liegt, in Anbetracht des zu erwartetenden Verkehrssicherheitspotentials von 18,9 Milliarden USD pro Jahr für unsere Beispielregion Lateinamerika, klar auf der Hand!

 

30.03.2006   Zusammenarbeit mit der Verkehrsunfallkommission des Landkreises Teltow-Fläming

Im Rahmen eine Pilotprojektes wurde für einen ausgewählten Unfallschwerpunkt durch den GRSA eine Verkehrssicherheitsinspektion und ein Human Factors -Profiling durchgeführt. Wir hoffen, dass mit der Umsetzung der Maßnahmenkonzeption zukünftig die Anzahl der Unfälle an dem betreffenden Knotenpunkt deutlich zurückgehen wird.

 



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