Startseite > Berichte  > Verkehrssicherheits- projekt 2007  

Verkehrssicherheitsprojekt Rumänien 2007

Die Anzahl von Verkehrstoten in Rumänien ist im Vergleich zu den westeuropäischen Ländern sehr hoch. Die Europäische Union setzt das 2004 begonnene Programm zur Erhöhung der Verkehrssicherheit fort. Im Rahmen dieses Teilprojektes werden für 39 Ortsdurchfahrten entlang der Nationalstraße 1 und für verschiedene Stadtstraßen in der Hauptstadt Bukarest Maßnahmenkonzeptionen erarbeitet und planerisch bis zur Ausschreibung der Bauarbeiten vorbereitet. Der Baubeginn für die Maßnahmen soll mit Unterstützung der EU noch in 2007 sein. 

Einige Mitglieder des GRSA wirken vor Ort im Rahmen des Projektes als Verkehrssicherheitsexperten an der Projektarbeit mit. 

Das mit Mitteln der Europäischen Union (PHARE) finanzierte Projekt beinhaltete die folgenden Schwerpunkte:

  • Verkehrssicherheitsinspektionen (Road Safety Inspections) 
  • Maßnahmenkonzepte
  • Kosten-Nutzen-Betrachtung (Cost-Benefit-Analysis)
  • Informationskampagne zur Verkehrssicherheit
  • Ausführungsplanung für die Maßnahmen
  • Verdingungsunterlagen für die bauliche Umsetzung

Als Basis der Maßnahmenfindung diente die Analyse der Unfallsituation in Rumänien:
Mehr als 50% aller schweren Unfälle sind  Unfälle mit Fußgängern.
Es gibt eine moderne Unfallerfassung und Statistik

Die schnell anwachsende Motorisierung in Rumänien verursacht Kapazitätsprobleme aber auch Probleme hinsichtlich der Verkehrssicherheit. Zudem ist ein „Umdenken“ der  Verkehrsteilnehmer zukünftig erforderlich um ein verträgliches Miteinander der   erreichen.


Istzustand                                                        Umbauvorschlag

Die im Ergebnis der Verkehrssicherheitsinpektionen festgestellte Hauptdefizite sind:

  • Knotenpunkte sehr unübersichtlich und schlecht organisiert
  • Keine sicheren Querungsmöglichkeiten für Fußgänger
  • Keine Gehwege...Fußgänger nutzen die Fahrbahn
  • Hindernisse im Straßenraum
  • Hohe Geschwindigkeiten auch von schweren LKW
  • Ortsdurchfahrten oft nicht als solche erkennbar


Aus der Analyse der Situation wurden folgende Maßnahmenkonzepte für 4-streifige Abschnitte entwickelt:

  • Mittelstreifen auf den 4-streifigen OD, Lenkung der Fußgänger zu den Überwegen, Vermeidung illegaler Wendemanöver,  Bau von Mittelstreifen zu Lasten der Breite der Fahrstreifen, Reduktion von 3,75m auf 3,0 – 3,25 m
  • Bau von Gehwegen
  • Verbesserte Haltestellenlösungen 
  • Verbesserte Fußgängerüberwege, Erkennbarkeit, Verkürzung der Wege etc.
  • Verbesserungen an Knotenpunkten
  • Ankündigung der OD...Beschilderung, Rumbling Stripes


und für 2 streifige Abschnitte:

  • Ortseingangsinseln
  • Bau von Gehwegen
  • Verbesserte Fußgängerüberwege, Mittelinseln, Erkennbarkeit, Verkürzung der Wege etc.
  • Verbesserte Haltestellenlösungen mit Querungshilfe
  • Verbesserungen an Knotenpunkten
  • Ankündigung der OD...Beschilderung, Rüttelstreifen